Nach einem geisteswissenschaftlichen Studium stellen sich die Meisten eine Frage: Und jetzt? Auch ich wusste nicht so genau, wo ich mit einer Musicalausbildung und einem Theaterstudium genau hinsoll. Einen Beruf, in dem ich meine Kreativität ausleben kann, bei dem man aber nicht bis morgens um 3 Uhr auf einer muffeligen Probebühne steht, wäre perfekt. Aber gibt es so etwas? Tatsächlich wurde ich ziemlich schnell fündig und habe mich bei FACTUM als PR-Praktikantin beworben. Was mir meine künstlerischen Vorkenntnisse im Praktikum geholfen haben und was ich Neues dazu lernen konnte, habe ich in diesem Blog zusammengefasst. 

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Der bunte PR-Alltag

Während meines Praktikums hier bei FACTUM konnte ich feststellen, dass der Übergang von der Bühne ins PR-Büro nicht so absurd ist, wie er klingt. Die Mischung aus Kreativität beim Ausarbeiten neuer Ideen, Kommunikation und Kontakt zu Partner: innenKolleg:innen und Kund:innen, sowie das strategische Denken bei der Datenanalyse von SEO und Google Analytics, machen die Öffentlichkeitsarbeit noch bunter, als es selbst im Theater zugeht. Auch die Notwendigkeit, immer auf dem neuesten Stand zu sein und Trends zu verfolgen machen die Arbeit spannend und abwechslungsreich. Die beiden Berufe haben also mehr gemeinsam, als es im ersten Moment scheintTatsächlich kann ich hier von vielen der in der Ausbildung erlernten Tätigkeiten und Fähigkeiten profitierenDiese zeigen, warum sich ein Quereinstieg in die Öffentlichkeitsarbeit sowohl für einen selbst, als auch für die Firma definitiv lohnen kann. 

Maria auf der Bühne

Hoteleröffnung ©Maria Wallner

Wie ich meine eigene Rolle gefunden habe 

Begonnen hatte das Praktikum klassisch mit einem Vorstellungsgespräch. An diesem Tag war ich genauso nervös, wie wahrscheinlich jede:r andere auch. Aus diesem Grund habe ich mich darauf genauso vorbereitet, wie ich es von Theatertexten kannteZu Beginn beschäftigt man sich mit der Rolle, die man spielt, studiert diese ein und trägt sie am Ende dem Publikum vor.
Im echten Leben ist es nicht anders: Für mein Vorstellungsgespräch bei FACTUM habe ich mir die Agentur, ihr Leitbild und das Team genau angesehen. Aus der Website oder den Social-Media-Kanälen ist, wie aus der Stückbeschreibung eines Theatertextes, viel darüber herauszulesen, wie die Show im besten Fall abläuft. Anschließend habe ich mir überlegt, welche meiner Charakterzüge und Eigenschaften für diese Agentur besonders überzeugend wären.

Wichtig dabei ist, sich nicht zu verstellen, sondern lediglich die eigenen Stärken zu betonen, aber auch zu seinen Schwächen zu stehen. Bei FACTUM steht und fällt alles mit einer guten mündlichen und schriftlichen Kommunikation. Hier ist es sicherlich hilfreich, sich von Beginn an aufgeschlossen und kommunikativ zu präsentieren.  
Wenn die Rolle feststeht, geht es ans Einstudieren und Üben. Ein:e Darsteller:in läuft aber auch nach diesem Schritt nicht einfach auf die BühneStattdessen wartet er/sie im Off bis er/sie wirklich bereit ist, geht vielleicht ein paar Schritte oder Textzeilen in seiner/ihrer Rolle durch und betritt dann erst die Bühne. Diese Zeit habe ich mir auch vor dem Vorstellungsgespräch gelassen, bin ganz in Ruhe nochmal die wichtigsten Dinge durchgegangen und habe gewartet, bis ich wirklich bereit war. Denn sobald sich der Vorhang, die Bürotür oder der Seminarsaal öffnet, hat die Vorstellung begonnen.  

Kommunikation, Text, Sprache, Literatur, …

Nach der gemeisterten Vorstellung kam schon bald der erste Arbeitstag und auch hier konnte ich viele Parallelen zu meinem Studium und meiner Ausbildung finden. Diese heißenKommunikation, Sprache, Text und Literatur. Das alles sind Begriffe, welche mir in beiden Berufen ständig begegnet sind. Während meines Theaterstudiums und meiner Musicalausbildung habe ich Texte und Literatur verschiedenster Zeiten und Sparten kennengelernt. Durch das Befassen mit den Texten anderer, konnte ich auch meinen eigenen Wortschatz erweitern und ein Gefühl für Sprache entwickeln. Während meines Praktikums hier durfte ich dann viel im Bereich Texting beisteuern. Egal ob Blogbeiträge, Newsletter, News oder auch mal eine Referenz, jedes Mal konnte ich auf Begriffe oder Ausdrücke zurückgreifen, die für die Ansprache der Zielgruppe und die jeweilige Textform am passendsten waren. So habe ich beispielsweise die Instagram-Post-Reihe für die Vorstellung der Blogbeiträge teilweise ironisch und witzig schreiben oder berühmte Sprichworte einbauen können, was auf anderen Kanälen eher weniger passend wäre. Auf diese Art muss auch für jede:n Kund:in die richtige Ausdrucksweise gefunden werden. 

Als Darstellerin war es mein Job, mich in jede Person hineinversetzten zu können. Auch bei der Arbeit in der Agentur habe ich schnell gemerkt, dass der Blick in die Zielgruppe der Öffentlichkeitsarbeit unglaublich wichtig ist: Was interessiert sie? Und wie können wir als Kommunikationsagentur den richtigen Content für ihre Interessen ansprechend verpackt liefern? Während des Praktikums habe ich Kund:innen aus verschiedenen Bereichen und Organisationen kennengelernt.

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Vor allem in der Kommunikation mit NPOs und kommerziellen Unternehmen gibt es einige Unterschiede. Dazu hat aber auch, beispielsweise innerhalb des Bereichs der Stiftungen, jede Firma ihre eigene Ausdrucksweise und ihren eigenen Stil, welche zu beachten gelten. Beide Berufe haben somit dasselbe Ziel: Einen Inhalt mithilfe verschiedenster Mittel so darzustellen, dass er die gewünschte Zielgruppe erreicht. 

Mit dem Altbekannten Neues meistern

Trotzdem erwarteten mich vom ersten Arbeitstag an auch viele neue Herausforderungen, die mal leichter, mal schwieriger zu bewältigen waren. Denn einige Unterschiede zwischen Bühne und Büro sind doch vorhanden und das ist nicht nur die Abwesenheit bzw. Anwesenheit von Schreibtischen. Die Arbeit am PC, Meetings mit Kund:innen und wie wichtig die Verteilerpflege für eine Agentur ist, waren für mich vollkommen neu. Aber auch hier gibt es zwei Lösungen, die im Büro ebenso funktionieren, wie auf der Bühne. Die eine ist – so einfach es klingen mag – Learning by doing! Jeder Ton, jeder Satz und jeder Tanzschritt ist nicht beim ersten Mal perfekt, sondern wird bis zur Premiere immer wieder geprobt und verbessert. Dabei hilft es auch nicht, sich selbst zusätzlich unter Druck zu setzten. Bei meinem PR-Praktikum bei FACTUM war es nicht anders. Auch hier musste ich mich zuerst einarbeiten.

Maria sitzt am Schreibtisch

Im FACTUM-Büro ©FACTUM

Dabei konnte ich mich aber auf die Unterstützung des Teams jederzeit verlassen. Womit ich auch schon bei der zweiten Lösung bin: Wie auf der Bühne, ist man auch im Büro von seinen Kolleg:innen abhängig. Kann ein:e einzige:r die Tanzschritte nicht, ist die gesamte Choreographie asynchron. Und geht eine:r unordentlich mit den Verteilern um, hat das Auswirkungen auf die Arbeit aller anderen. Für einen reibungslosen Ablauf und damit jede:r seine/ihre persönliche Bestleistung erzielen kann, ist Teamwork und eine gute interne Kommunikation in beiden Berufen das A und O. 

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Im Lauf der drei Monate hier bei FACTUM konnte ich einen tiefgründigen Einblick in die Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und PR bekommen. Die Arbeit für unterschiedliche Kund:innen, Teammeetings und Kickoffs sind nur ein Teil der Bereiche, die ich kennenlernen durfte. Als Quereinsteiger wurde ich genau bei meinem Wissensstand abgeholt und konnte viel Neues lernen. Somit kann ich einen Quereinstieg bei FACTUM definitiv empfehlen. 

Maria Wallner

ehemalige und aktuelle Mitarbeiter:innen und Praktikant:innen schreiben hier über Kommunikationsthemen, Branchenrelevantes, Büroalltag oder einfach Themen, die sie interessieren.

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