Welche Themen wählen Sie für Ihre Stiftung aus?

Der perfekte Social-Media-Beitrag hat 102 Zeichen, ein Adjektiv mit dem Buchstaben R und ein Video, in dem eine Katze etwas Wertvolles vom Tisch wirft. Nein: Die „perfekten Beiträge“ sind ebenso unvorhersehbar wie die Ereignisse des kommenden Jahres und so vielfältig wie Ihre Zielgruppen.

Social Media für Stiftungen funktioniert deshalb nicht über Zufall, sondern über gute Themen, klare Rubriken und eine saubere Planung. Wer Social-Media-Inhalte für eine Stiftung entwickelt, sollte Themenfelder definieren, Beiträge regelmäßig auswerten und Erkenntnisse konsequent in die weitere Kommunikation übertragen.

Wie wir Sie im Social Media Bereich unterstützen können, lesen Sie hier.

Sie möchten Ihren Social-Media-Auftritt professioneller gestalten?

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Sarah Filipovic
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Welche Social-Media-Themen sind für Stiftungen relevant?

Am Anfang eines Social-Media-Projekts steht Recherche. Am besten bilden Sie Rubriken. Bei einer Stiftung oder NGO zum Beispiel: Wie können sich Nutzer:innen engagieren? Wo zeigen Sie Erfolge aus Ihrer Arbeit? Welche Projekte brauchen Aufmerksamkeit? Welche Einblicke schaffen Vertrauen?

Danach sollten Sie diese Kategorien analysieren. Insights und Analytics-Tools der Plattformen liefern dafür wichtige Hinweise. Wie viele Interaktionen erzielt ein Beitrag über einen Spendenlauf in Augsburg im Vergleich zum Jahresbericht? Welche Formate lösen Reaktionen aus, welche verpuffen? Die Einteilung der Themen und ihre Analyse geben wertvolle Hinweise auf zukünftige Schwerpunkte.

Auch interessant: Unsere Arbeit für den Social Media Auftritt von Softing IT Networks  und die Kessel AG.

Wie finden Stiftungen Ideen für Social Media?

Wie kommen Sie an Ideen für Ihre Kanäle? Wie geben Mitarbeiter:innen ihre Ideen weiter? Was bewegt sie, und welche Erfahrungen haben sie gemacht? Gerade bei einer Stiftung haben Mitarbeiter:innen oft ein gutes Gespür für Inhalte und Nutzer:innen, weil sie sich stark mit ihrer Arbeit identifizieren und sich auch außerhalb des Büros mit den Themen der Organisation beschäftigen. Wer nah an Projekten, Zielgruppen oder Partner:innen arbeitet, weiß meist sehr genau, welche Fortschritte es gibt und an welchen Stellen Unterstützung besonders dringend gebraucht wird. Für das Social-Media-Management sind diese Personen deshalb unverzichtbar. Ein Vormittag im Gespräch mit ihnen ist oft mehr wert als ein langer Ideenworkshop ohne Praxisbezug. Warum? Weil sie Fundgruben für Content sind. Häufig sind sie zugleich glaubwürdige Stimmen der Organisation. Sie können diese Personen also als Content-Produzent:innen oder als Inspirationsquelle für nutzergenerierte Inhalte einsetzen. Sie müssen dafür nicht gleich das Land verlassen, aber ein regelmäßiger Schreibtisch-Tausch ist hilfreich.

Wie erstellen Sie einen Redaktionsplan für Social Media?

Neben gut planbaren Aktionstagen gibt es immer auch Themen, die sich nicht vorbereiten lassen. Auf spontane Ereignisse muss schnell reagiert werden. Gerade dann hilft eine saubere Redaktionsplanung, weil sie Zeit für spontane Aktionen schafft. Denn bevor Inhalte live gehen, müssen viele Fragen beantwortet werden: Ist der Content für Ihre Zielgruppe relevant? Haben Sie Rückmeldung von zuständigen Expert:innen eingeholt? Passt der Beitrag zum Kommunikationsziel? Und ist klar, wer freigibt? Ein gutes Planungstool spart hier Zeit. Noch wichtiger ist aber, dass Ihr Redaktionsplan flexibel ist. Statische Excel-Pläne stoßen schnell an ihre Grenzen, weil sich Prioritäten laufend verschieben. Cloudbasierte Planung, klare Zuständigkeiten und kurze Abstimmungswege helfen deutlich mehr als eine schöne, aber starre Tabelle.

Wann lohnen sich Social Ads für Stiftungen?

Um auch Nutzer:innen jenseits der bestehenden Followerschaft Ihrer Stiftung zu erreichen, sind Social Ads ein wichtiges Instrument. Für NGOs, die ihre Mittel sorgfältig einsetzen müssen, bedeutet das: Testen Sie mit kleinen Budgets und tasten Sie sich mit A/B-Tests an neue Zielgruppen heran. Wichtig ist dabei nicht nur die Ausspielung, sondern auch die Messbarkeit. Werbeanzeigen sollten so aufgesetzt werden, dass Sie nachvollziehen können, welche Inhalte Reichweite, Klicks oder konkrete Reaktionen auslösen. Da für Ads in der Regel ein separates Budget bewilligt werden muss, sollten Sie sich Zeit nehmen, den verantwortlichen Personen die Funktionsweise, Ziele und Ergebnisse möglichst transparent zu erklären.

Was ist Social Listening? Erfahren Sie es in unserem Blogbeitrag.

Wie funktioniert Community-Management bei Social Media für Stiftungen?

Auf die Anfrage eines engagierten Menschen zu einem Hilfsprojekt muss sorgfältig und sinnvoll geantwortet werden. Schließlich ist das Ziel immer der Dialog mit Ihren Zielgruppen. Wenn Sie Ads schalten und sich aus Ihrer eigenen Follower-Bubble hinausbewegen, müssen Sie allerdings damit rechnen, dass der Ton rauer wird. Überzogene Behauptungen oder gar rassistische Äußerungen kommen leider nicht selten vor. Mit einer dreistufigen Strategie sind wir gut gefahren: richtigstellen, navigieren, Dialog anbieten. Das heißt konkret: Widersprechen Sie der falschen Aussage, leiten Sie die Person aus dem Feed auf eine informative Landingpage weiter und nennen Sie einen konkreten Kontakt für Rückfragen. Gerade bei Trolls bringen Diskussionen oft wenig. Logische und sauber recherchierte Antworten werden dort meist ignoriert oder niedergeredet.

Wann lohnt sich Agenturunterstützung für das Social-Media-Management Ihrer Stiftung?

Agenturlösungen haben einen Haken: Beratungszeit kostet Geld, und eine Agentur arbeitet nicht unbegrenzt, sondern im vereinbarten Budgetrahmen. Schwäche oder Vorteil? Feste Budgets geben Social-Media-Projekten einen zeitlichen Rahmen mit definierten Zielgrößen. Prozesse müssen effizient etabliert, Entscheidungen zügig getroffen und Dinge schnell ausprobiert werden. So vermeiden Sie, dass Projekte ausufern. Gleichzeitig spielt Ihnen der Beratungsansatz einer Agentur in die Hände. Aber: Keine Agentur ersetzt engagierte Social-Media-Verantwortliche in der Organisation. Auch mit Agentur brauchen Sie Ansprechpartner:innen, die erreichbar sind, Inhalte einordnen können und Entscheidungen mittragen.

Erfahren Sie mehr über unsere Kund:innen im Bereich Stiftungen & Soziales: Stiftung Menschen für Menschen und die Jubiläumsveranstaltung für die Mahle Stiftung.

Fazit: Social Media für Stiftungen braucht klare Themen und gute Prozesse

Social Media für Stiftungen lebt nicht von Einzelideen, sondern von einem System. Wenn Sie Mitarbeiter:innen einbinden, Themen sauber clustern, Ergebnisse auswerten und Ihre Prozesse schlank halten, entsteht Content, der zu Ihrer Organisation passt und Ihre Zielgruppen erreicht. Teamwork ist dabei kein Extra, sondern die Grundlage. Geeignete Tools, klare Zuständigkeiten und ein realistischer Blick auf Budgets sorgen dafür, dass Maßnahmen nicht nur gut gemeint, sondern auch wirksam sind. Agenturen können dabei wertvolle Erfahrung einbringen. Entscheidend bleibt aber immer, dass intern Menschen mitdenken, mittragen und mitgestalten.

 

Paloma López

Senior-Beraterin, Teamleitung

Seit 2019 Teil von .FACTUM – vom ersten Tag als Werkstudentin bis zur heutigen Rolle als Senior-Beraterin und Teamleiterin. Paloma verbindet strategisches Denken mit kreativem Gespür und bringt ihre Expertise in Social Media Marketing, Online Marketing und Beratung ein. Für Kund:innen aus Forschung & Technologie, Gesundheit und Bildung entwickelt sie Strategien, die Marken sichtbar machen und relevante Geschichten erzählen.

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