Seit wann betreust du Stiftungen und Non-Profit-Organisationen in der Öffentlichkeitsarbeit und wie kam es dazu?

Kathrin Hecht: Mein:e erste:r Kund:in aus dem Stiftungsbereich war die Gips-Schüle-Stiftung aus Stuttgart, die in der Forschungsförderung aktiv ist und die ich nun seit fünf Jahren betreue. Der Kontakt entstand über eine:n unserer langjährigen Kund:innen. Damals habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit für andere Kund:innen auch bereits mit gemeinnützigen Einrichtungen zusammengearbeitet – zum Beispiel bei unserer Aktion „Weihnachtsfreude weitergeben“ für MyPlace-SelfStorage. Zusammen mit verschiedenen Tafeln in deutschen Großstädten haben wir mit dieser Initiative Geschenke für Armutsbetroffene gesammelt. Im Laufe der Zeit kamen weitere Kund:innen aus dem gemeinnützigen Bereich hinzu, zum Beispiel die MAHLE-STIFTUNG oder unser soziales Start-up MyOma.de.

Was können Stiftungen und Non-Profit-Organisationen mit professioneller Öffentlichkeitsarbeit erreichen?

Ganz einfach: Sie können mit ihren Themen bei den richtigen Zielgruppen Gehör finden. Egal, ob das Journalist:innen, Geldgebende, Behörden, Unterstützer:innen oder Multiplikator:innen sind – oder ganz allgemein die Gesellschaft. Professionelle, zielgerichtete Kommunikation hilft dabei, Organisationsziele besser, schneller und effizienter zu erreichen. Dazu sollte man sich zunächst eine Reihe von Fragen stellen: Was sind meine konkreten Ziele? Wie möchte ich wahrgenommen werden? Wer sind meine Zielgruppen und wie erreiche ich sie? Erst dann lässt sich überlegen, welche Kommunikationsmaßnahmen am besten geeignet sind und wo Ressourcen am sinnvollsten eingesetzt werden. Auch die Frage, wie Themen, Inhalte und Texte aufbereitet werden, ist entscheidend – denn dabei müssen sowohl die Zielgruppe als auch die gewünschte Wahrnehmung, die eine Organisation erzielen möchte, im Blick behalten werden.

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Unsere Expertinnen für Stiftungen, Vereine und Verbände Kathrin Hecht und Paloma López beraten Sie, wie wir Sie unterstützen können.

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Kathrin Hecht
Tel: +49 89 8091317-44
Paloma López
Tel: +49 89 8091317-43

Wie unterstützt .FACTUM Organisationen, die ihre Kommunikation professionalisieren wollen?

Wir haben zur Strategiefindung einen speziellen Workshop entwickelt, den wir individuell an unsere Kund:innen anpassen und in der Regel mit zwei bis vier Teilnehmer:innen aus der Organisation durchführen. Ziel ist es, sich gemeinsam unter externer Anleitung mit den genannten Fragen zu beschäftigen, um eine inhaltliche Ausgangslage für die Planung aller Kommunikationsmaßnahmen zu schaffen. Im Fokus stehen außerdem die Eigen- und Fremdwahrnehmung, Herausforderungen im Hinblick auf Kommunikationsprojekte sowie die Priorisierung von Zielen. Im Anschluss entwickeln wir auf Basis der Ergebnisse einen Maßnahmenplan mit Themenblöcken, Zeitrahmen und Budgetübersicht. Diesen „Kommunikationsfahrplan“, den wir meist für ein Jahr aufsetzen, stellen wir anschließend den Kund:innen vor. Auf Grundlage dieses Plans kann die Kommunikation dann zielgerichtet und effektiv erfolgen und vor allem auch anhand ihrer Erfolge gemessen werden.

Schauen Sie sich an, wie wir die Öffentlichkeitsarbeit für MyOma gestaltet haben.

Warum sind gezielte Planung und Messbarkeit von Kommunikation für gemeinnützige Einrichtungen wichtig?

Messbarkeit und Professionalisierung sind heute im gemeinnützigen Bereich auch vor dem Hintergrund des „Social Reporting Standard“ und anderer Standards in aller Munde. Förder:innen und andere Stakeholder erwarten heute in der Regel, dass die tatsächliche Wirkung und Effizienz gemeinnütziger Arbeit nachvollziehbar gemacht wird. Dies sollte meiner Ansicht nach nicht nur im Interesse der Förder:innen, sondern auch im Interesse der Organisation selbst für die Kommunikation gelten, denn auch hier sollten die Ressourcen optimal eingesetzt werden.

Auf unserer Leistungsseite sehen Sie unsere gesamten Leistungen, mit denen wir Sie unterstützen können.

Welche Projekte realisiert .FACTUM gerade im Bereich Stiftungen und Soziales?

Eines unserer größten Projekte ist derzeit die Jubiläumsveranstaltung der MAHLE-STIFTUNG, die vom 18. bis 20. September 2015 in Stuttgart stattfinden wird. Die Vorbereitungen für die Begegnungstage „Mensch – Entwicklung – Zukunft“, zu denen wir 3.000 bis 5.000 Besucher:innen erwarten, laufen bereits seit etwa einem Jahr auf Hochtouren. Bei diesem Großprojekt liegen Text und Redaktion, Webseitengestaltung und Grafikdesign, Mediaplanung, Raumplanung, Veranstaltungsorganisation und Pressearbeit in unserer Hand. Dabei arbeiten wir eng mit unseren langjährigen Partnern, der Grafikdesignagentur Ansichtssache und der Filmproduktion Senger|Prager, zusammen. Das Konzept für diese Veranstaltung haben wir im Anschluss an unseren Kommunikationsworkshop entwickelt, der zu Beginn unserer Zusammenarbeit mit der MAHLE-STIFTUNG stattfand. Das Ergebnis ist ein besonderes Veranstaltungsformat, das ausgewählten Förderprojekten der Stiftung zum einen die Möglichkeit gibt, sich als Aussteller:innen zu präsentieren. Zum anderen schafft die öffentliche Veranstaltung einen Rahmen für die Auseinandersetzung mit den Themenbereichen, in denen sich die MAHLE-STIFTUNG engagiert. Denn selbstverständlich soll die Jubiläumsveranstaltung im Sinne des Stiftungszwecks erfolgen.

Auch für die Gips-Schüle-Stiftung organisieren wir derzeit eine Veranstaltung anlässlich ihres 50. Jubiläums. Das Konzept ist hier ein völlig anderes: eine festliche Abendveranstaltung mit rund 300 geladenen Gästen aus Politik, Forschung und Stiftungswesen, in deren Rahmen auch der mit 50.000 Euro dotierte Forschungspreis der Gips-Schüle-Stiftung verliehen wird. Diesen Preis haben wir 2012 für die Gips-Schüle-Stiftung konzipiert. Auch die Ausschreibungen haben wir durchgeführt und dafür gesorgt, dass Forschende von dem neuen Preis erfahren und ihre Projekte einreichen. Die Website der Gips-Schüle-Stiftung und die Videos, die dort zu sehen sind, stammen übrigens ebenfalls von uns, ebenso wie die Internetauftritte der MAHLE-STIFTUNG und der Stiftung Weltethos.

Was macht die Arbeit für Stiftungen und Non-Profit-Organisationen so interessant für dich?

Öffentlichkeitsarbeit ist ein vielseitiges Berufsfeld, in dem man kreativ sein kann und muss, um die eigenen Ziele beziehungsweise die der Kund:innen zu erreichen. Wenn sich dies in einem Bereich umsetzen lässt, dessen Themen man interessant und unterstützenswert findet, ist das umso schöner. Ich finde es großartig, was die verschiedenen Stiftungen und Organisationen, die ich betreue, auf unterschiedlichste Weise im sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Bereich leisten.

 

Deshalb freut es mich, dass ich sie gemeinsam mit meinen Kolleg:innen dabei unterstützen kann. Immer wieder staune ich auf Veranstaltungen und Netzwerktreffen darüber, wie vielfältig die Ideen sind, mit denen sich Stiftungen, Vereine, gGmbHs und andere Initiativen engagieren. Die Arbeit in diesem Bereich bereitet große Freude, und man lernt viele wirklich großartige Menschen kennen.

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Julia Heidel

Junior Business Managerin

Nach ihrer Ausbildung und sechs Jahren Berufserfahrung entschied sie sich für einen neuen Bildungsweg: Sie holte ihr Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach und studierte anschließend Kommunikationswissenschaft und Soziologie an der LMU München. Bereits während ihres Studiums unterstützte sie .FACTUM zunächst als Praktikantin und anschließend ein Jahr lang als Werkstudentin. Seit April 2025 ist sie festes Mitglied des Teams und arbeitet als Junior Business Managerin mit Organisationstalent, Struktur und einem feinen Gespür für reibungslose Abläufe.

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