Die Medienkooperation gilt als Königsdisziplin in der Pressearbeit, denn an oberster Stelle steht das Prinzip der „Qualität statt Quantität“. Wir als PR- und Kommunikationsagentur verstehen uns daher weniger als Content Seeder, sondern vielmehr als Content Creator und Netzwerker, denn: Hochwertige Inhalte, eine gute Beziehung zur Redaktion, Verständnis für den Bedarf des Mediums und die Interessen seiner Leserschaft – all das ist nötig für eine funktionierende Medienkooperation. Ohne Frage ist sie daher mit viel Aufwand und Vorarbeit verbunden. Aber der Output ist später umso höher.

Das reine Verschicken einer Pressemitteilung an zahllose Kontakte führt nur selten zu Veröffentlichungen in den gewünschten Medien. Die Redaktionen sind stattdessen auf der Suche nach einzigartigen Inhalten, mit denen sie sich von der Konkurrenz absetzen und ihren Leser:innen einen exklusiven Mehrwert bieten können. Ein zielführendes Mittel der Wahl ist die Medienkooperation: Unternehmen oder andere Einrichtungen bieten individuelle Inhalte; das Medium im Gegenzug einen Platz im Fachmagazin, in der Tageszeitung oder in der Radioshow.

Sie interessieren sich für das Thema Pressearbeit? Mehr dazu finden Sie bei unseren Leistungen unter Pressearbeit.

Der Weg zur Medienkooperation

Wie bei all unseren Maßnahmen steht an erster Stelle die Definition der Zielgruppe und ihrer Interessen. Daraus ergeben sich die wichtigsten Zielmedien, die für eine Medienkooperation in Frage kommen. Wir empfehlen zunächst einmal nicht mehr als fünf bis zehn Medien in den Fokus zu nehmen. Denn je nach Zielgruppe, Themen und Tonalität sollte für jedes Medium ein individueller Vorschlag erarbeitet werden, wie eine Kooperation aussehen könnte. Mit diesen Vorschlägen geht man im Anschluss auf den passenden Kontakt in der Redaktion zu und diskutiert Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie den weiteren Verlauf.

Vorteile und Ziele einer Medienkooperation

Der wohl größte Vorteil: Image! Eine Medienkooperation bietet die Chance, das Unternehmen, die Stiftung oder den Verein sowie die Produkte und Dienstleistungen in einem seriösen und authentischen Umfeld zu zeigen. Allerdings sollte bedacht werden, dass auch das Medium den Anspruch an Authentizität verfolgt und seine Partner:innen und Inhalte sorgfältig auswählt. Um diese Vertrauensbasis zu schaffen, gehört zur Anbahnung einer Medienkooperation zunächst die kontinuierliche Pressearbeit und die Pflege von Kontakten.

Beispiele für Medienkooperationen

Je nach Medienpartner, Produkt oder Dienstleistung, eignen sich verschiedene Formen der Medienkooperation – von Fachartikel, bis hin zu Gewinnspielen und Wettbewerben oder Events:

Der Fachartikel eignet sich besonders für die B2B-Kommunikation, denn er trägt zur Imagebildung innerhalb der Branche bei. Fachmedien genießen bei ihren Leser:innen großes Vertrauen und werden als glaubwürdig und seriös empfunden. Ihr Unternehmen hat Ergebnisse aus einer neuen Studie? Sie besitzen Expertise auf einem bestimmten Fachgebiet und können neue Erkenntnisse liefern, die sonst noch niemand hat? Anstatt eine anonyme Standardmitteilung an einen großen Verteiler zu schicken, sollte man sich gezielt die relevantesten Medien heraussuchen, denen der Content exklusiv angeboten wird.

Fachredakteur:innen sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen und Quellen. Oft sind sie auch dankbar, wenn der Fachartikel direkt fertig geliefert wird. Bietet man also eine Studie, ein Experteninterview, Brancheninsights oder gar einen fertigen Fachartikel exklusiv an, steigen die Chancen einer Veröffentlichung. Um unnötigen Aufwand auf beiden Seiten zu vermeiden, sollte vorher gemeinsam mit der Redaktion das genaue Thema, Art der Nennung des Unternehmens, Länge des Artikels etc. detailliert abgestimmt werden.

Mehr zum Thema Fachartikel finden Sie auf unserem Blog.

Wichtig: Ein Fachartikel sollte nie zu kommerziell formuliert sein, damit die Unabhängigkeit des Mediums gewahrt bleibt. Daher sollte zum Beispiel ein Fachartikel das Unternehmen nicht übermäßig loben, sondern der Leserschaft mit neutralen Inhalten einen Mehrwert bieten. 

Für die B2C-Kommunikation sind auch Gewinnspiele eine geeignete Kooperationsmöglichkeit. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man veranstaltet selbst ein Gewinnspiel und sucht einen Medienpartner zur Unterstützung oder man beteiligt sich als Sponsor:in bei Gewinnspielen von Magazinen, Zeitungen & Co. Viele Redaktionen bieten regelmäßig Gewinnspiele an, sei es nun das wöchentliche Kreuzworträtsel oder ein Adventskalender mit tollen Preisen. Meistens wird den Sponsor:innen im Gegenzug zum Stiften eines Preises eine Anzeige oder bei größeren Preisen auch schon mal eine Sonderbeilage als Gegenwert angeboten. Veranstaltet ein Unternehmen selbst ein Gewinnspiel, sollte dem Medium im Rahmen der Medienkooperation also auch eine Gegenleistung angeboten werden: zum Beispiel die Buchung einer Anzeige, das Auslegen von Magazinen auf der Firmenfeier oder die Bereitstellung von exklusivem Content, Studien oder Experten-Knowhow.

Auch Foto-, Schreib- oder Malwettbewerbe sind in der B2C-Kommunikation beliebt. Das Partnermedium kann den Wettbewerb exklusiv begleiten oder als Jury unterstützen. Um authentisch und nicht zu werblich zu kommunizieren gilt auch hier: der Wettbewerb muss zum Unternehmen passen und im Idealfall lässt sich durch die Preise ein Bezug zum Unternehmen darstellen. Mögliche Anlässe für solch einen Wettbewerb sind z. B. Jubiläen oder andere Events. Das Küren der Gewinner:innen kann dabei in das Veranstaltungsprogramm mit eingebunden werden, so bieten Sie den Wettbewerbsteilnehmer:innen und Medienpartner:innen eine Bühne und können die Ergebnisse direkt einem größeren Publikum präsentieren. Wir bei FACTUM kooperieren zum Beispiel schon seit einigen Jahren anlässlich der Verleihung der Gips-Schüle-Forschungspreise mit der Stuttgarter Zeitung und führen zu jeder Veranstaltung einen Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche durch.

Gips-Schüle-Forschungspreis 2019 ©GSS

Gips-Schüle-Forschungspreis 2019 ©GSS

Nicht nur für Medienkooperationen, sondern für die gesamte Pressearbeit ist es wichtig, die richtigen Kontakte im Netzwerk zu haben. Wie man die richtigen Redakteur:innen findet und kontaktiert lesen Sie in unserem Blogbeitrag zur Journalist:innenansprache.

Events eignen sich für aber auch für andere Arten der Medienkooperation. Beispielsweise kann ein Industrie- oder Tech-Unternehmen den:die Chefredakteur:in eines Technikmagazins als Moderator:in für eine Podiumsdiskussion im Rahmen einer Jubiläumsfeier einladen und sich so das Honorar für die Moderation sparen. Ein weiterer Vorteil für das veranstaltende Unternehmen ist, dass der Medienpartner vor und nach dem Event exklusiv darüber berichten kann. Gleichzeitig wird dem Partner die Möglichkeit geboten, sich selbst beim Event zu präsentieren und sich am Programm zu beteiligen.

Kathrin Hecht

Junior PR-Beraterin

verstärkt seit dem Abschluss ihrer Ausbildung im Hotel- und Tourismusmanagement und dem Medienmanagement-Studium mit Schwerpunkt Journalismus unser Team. Mit viel Leidenschaft und Talent für knackige News, ansprechende Pressemitteilungen und fundierte Fachartikel setzt sie die dort erlernten Fähigkeiten für unsere Kunden ein. Aber auch die Organisation und Betreuung von Messen und Veranstaltungen lassen ihr Herz höher schlagen und geben ihr die Motivation, das beste Ergebnis für jeden Kunden herauszuholen.

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