​Aus der Reihe denken

Neue Aufträge bringen nicht nur Budgets mit sich, sondern bereiten natürlich auch viel (kreative) Arbeit. Die erste Hürde besteht meist darin, gute Ideen und Konzepte zu liefern. Oft brain­stormt ein ganzes Team – und steht Stunden später gemeinsam vor einem unendlich hohen Berg von Begriffen. Hier sind Kreativ­tech­niken gefragt!

Drei Schweizer Autoren helfen in ihrem Buch aus der kreativen Sackgasse heraus und verraten jede Menge Tricks und Tipps, um produktive und origi­nelle Prozesse in Gang zu bringen. Ich stelle euch hier eine Kreativ­technik aus dem Buch Creability vor, die ihr für die PR nutzen könnt. 

Hier lest ihr, wie ihr eure Kreati­vität weiter trainieren könnt und inwiefern Empathie ein kreativer Prozess sein kann.

Kreativ­technik: Skizzenpost zur Zündung des Kreativ-Motors

Eine Möglichkeit, die Entwicklung von neuen Ideen anzukurbeln, ist die Variation eines Kinder­ge­burts­tags­klas­sikers: Flüsterpost wird zu Skizzenpost. Diese Kreativ­technik funktio­niert in einer Gruppe ab sechs Personen, die jeweils mit einem Stift und einem Blatt Papier ausge­stattet sind. Anstatt eines geflüs­terten Wortes schickt die erste Person einen geschrie­benen Satz auf den Weg. Die zweite Person schreibt ihn natürlich nicht einfach ab und sendet ihn weiter, sondern malt eine Skizze zu dem Satz. Anschließend knickt sie das Geschriebene so um, dass der Nächste in der Reihe nur noch die Zeichnung sieht Dieser schreibt nun einen neuen Satz auf Grundlage des Bildes, das vor ihm liegt, und knickt dieses wiederum nach hinten weg, bevor das Papier weiter­reist. Die vierte Person muss nun wieder eine passende Skizze malen. So macht das Blatt die Runde und am Ende wird gespannt das Ergebnis gelüftet. Die Gruppe bespricht nun, was die Schwie­rig­keiten waren und tauscht sich über die jewei­ligen Ansätze aus. Was sich nach kindlichem Spaß anhört, dient tatsächlich der Zündung des Kreativ-Motors. Das Team beginnt so die Sitzung mit Spaß an Spinne­reien, traut sich aus dem gewohnten Trott auszu­brechen und sich gegen­seitig zu neuen Ideen anzusta­cheln. Wenn die Zeit es zulässt, lohnt es sich diese Kreativ­technik zwei‑, dreimal zu wiederholen.

Literatur: Eppler, Martin/Hoffmann, Friederike/Pfister, Roland: Creability – Gemeinsam kreativ- innovative Methoden für die Ideen­ent­wicklung in Teams, Stuttgart 2014.

 
Lisa Bellmann

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