Texte erstellen mit KI
Seit der Veröffentlichung von ChatGPT im Jahr 2022 ist es allgegenwärtig geworden, Texte schnell mit KI zu erstellen. Wer jedoch einen überzeugenden Text verfassen möchte, braucht mehr als nur Geschwindigkeit. Als Kommunikationsagentur wissen wir, warum Inhalte bei Leser:innen wirken und wie Sie KI gezielt als Werkzeug in Ihren Schreibprozess integrieren können.
Wie Mensch und Maschine gemeinsam zu besseren Texten kommen
„Ich frage mal schnell ChatGPT.“ So oder so ähnlich beginnen heute viele, wenn sie mit KI Texte schreiben wollen. Und ja: Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, schneller zu formulieren, Ideen zu entwickeln oder komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten. Was sie nicht leisten kann, ist, das Denken zu übernehmen.
Denn gute Texte entstehen nicht allein durch einen gelungenen Prompt, sondern durch das Zusammenspiel von KI und Mensch. Wer glaubt, das Schreiben einfach an eine Maschine delegieren zu können, erhält am Ende zwar einen sprachlich sauberen, inhaltlich aber oft austauschbaren Text. Wer hingegen mitdenkt, gezielt steuert und den Entwurf sorgfältig redigiert, kann mit KI Texte entwickeln, die tatsächlich wirken.
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Was macht einen guten Text aus – auch wenn Sie KI verwenden?
Ob Sie Texte von Hand oder mit KI schreiben: Die Grundlagen für gute Inhalte bleiben dieselben. Ein starker Text überzeugt vor allem durch Klarheit, Relevanz und Struktur.
- Klarheit: Sagen Sie, was Sie sagen wollen – ohne Umwege. Statt „Im Rahmen der heutigen Entwicklungen ist es von großer Bedeutung, dass …“ besser: „Wir brauchen neue Lösungen. Jetzt.“
- Relevanz: Schreiben Sie über das, was für Ihre Zielgruppe wirklich zählt. Was für Ärzt:innen wichtig ist, muss für Patient:innen noch lange nicht relevant sein und umgekehrt.
- Struktur: Leser:innen brauchen Orientierung. Beginnen Sie mit der Kernbotschaft, führen Sie dann in den Kontext ein und ergänzen Sie anschließend die Details. Klare Absätze erleichtern das Verstehen und sorgen dafür, dass Leser:innen dranbleiben.
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Tonalität: Fachpublikum oder breite Öffentlichkeit? Instagram oder Vorstandsetage? Entscheiden Sie bewusst, welchen Ton Sie treffen möchten, und bleiben Sie dabei konsistent.
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Präzision: Jeder Satz sollte sitzen, jedes Wort einen Zweck erfüllen. Streichen Sie Floskeln, Füllwörter und leere Worthülsen. Statt: „Dieser Beitrag soll aufzeigen, wie man mithilfe von KI …“ besser: „So schreiben Sie mit KI bessere Texte.“
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Mehrwert: Warum sollte jemand den Text lesen? Gute Texte liefern Antworten, eröffnen neue Perspektiven oder schaffen Aha-Momente.
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Leserführung: Gute Texte geben Orientierung. Nutzen Sie Überschriften, Absätze und Signale wie „Deshalb“, „Zum Beispiel“ oder „Fazit“, um Leser:innen sicher durch den Text zu führen.
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Kohärenz: Alles sollte zusammenpassen. Ein Gedanke sollte logisch auf den nächsten folgen. Statt Sprüngen und Widersprüchen braucht ein guter Text einen klar erkennbaren roten Faden.
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Aktiv statt Passiv: Aktive Formulierungen klingen klarer, direkter und lebendiger. Statt: „Der Bericht wurde von der Abteilung erstellt.“ besser: „Die Abteilung hat den Bericht erstellt.“
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Klare Haltung statt Konjunktiv: Der Konjunktiv wirkt oft distanziert und vorsichtig. Formulieren Sie deshalb möglichst konkret und entschlossen. Statt: „Man könnte annehmen, dass …“ besser: „Es ist offensichtlich, dass …“
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Anschaulichkeit: Abstrakte Formulierungen bleiben selten im Gedächtnis. Bildhafte Sprache, konkrete Beispiele und starke Vergleiche machen Inhalte greifbarer und damit wirkungsvoller.
Haben Sie noch Fragen? Sprechen Sie mit uns: +49 89 8091317-0.
Mit KI Texte schreiben – so geben Sie der Maschine das richtige Briefing
Diese Informationen sollten Sie Ihrer KI mitgeben:
- Zielgruppe: Für wen ist der Text gedacht? Für Patient:innen, ein Fachpublikum, interne Teams oder Entscheider:innen? Je konkreter Sie die Zielgruppe beschreiben, desto besser kann die KI den Text darauf ausrichten.
- Ziel: Was soll der Text bewirken? Soll er informieren, aktivieren, Vertrauen schaffen oder ein Produkt verständlich erklären?
- Tonalität: Soll der Text locker oder sachlich, emotional oder nüchtern, fachlich oder allgemeinverständlich klingen?
- Textsorte und Länge: Handelt es sich um einen Social-Media-Post, einen Blogartikel, einen Website-Teaser oder einen Infotext? Geben Sie auch ein grobes Zeichen- oder Wortlimit an, wenn der Umfang wichtig ist.
- Kontext oder Hintergrundinformationen: Gibt es Begriffe, die erklärt werden müssen? Institutionelle Besonderheiten? Themen, die vermieden werden sollen?
Beispiel – So sieht ein starker Prompt aus
„Du bist Texterin in einer Agentur. Erstelle einen kurzen, verständlichen Informationstext über Telemedizin für die Website einer Klinik. Zielgruppe: ältere Patient:innen mit chronischen Erkrankungen. Ziel: Vertrauen schaffen. Tonalität: ruhig, klar, unterstützend. Länge: maximal 800 Zeichen.“
Mit diesem Prompt weiß die KI, was sie tun soll. Das Ergebnis ist kein werblicher Allgemeinplatz, sondern ein klarer erster Textentwurf. Perfekt ist dieser Entwurf deshalb noch nicht. Genau hier beginnt das sogenannte Prompting-Pingpong.
Prompting-Pingpong: So entstehen starke Texte mit KI
Wer mit KI Texte schreibt, sollte den Prozess als Dialog verstehen. Ein überzeugender Text entsteht nur selten im ersten Anlauf, entscheidend ist, die KI mit gezieltem Feedback weiterzusteuern.
Typischer Ablauf:
- Ihr erster Prompt
„Schreib mir einen einleitenden Absatz zum Thema Datenschutz in digitalen Gesundheitsanwendungen. Zielgruppe: Patient:innen.“ - KI-Antwort
„In einer zunehmend digitalen Welt gewinnt der Schutz persönlicher Daten an Bedeutung …“ - Ihre Rückmeldung
„Bitte kürzer und konkreter.“ - KI überarbeitet
„Digitale Gesundheitsangebote sind praktisch, aber wie sicher sind meine Daten?“
Dann nehmen Sie den Feinschliff selbst vor, so schreiben Sie mit KI Texte, die zu Ihnen und Ihrer Botschaft passen.
Fazit: Mit KI Texte schreiben, heißt gemeinsam besser schreiben
KI schreibt nicht für Sie, sondern mit Ihnen. Sie unterstützt Sie dabei, Gedanken zu entwickeln, Inhalte zu strukturieren und neue Varianten zu formulieren. Was am Ende zählt, entscheiden jedoch immer noch Sie.
Insider-Tipps für Profis, die mit KI Texte schreiben
Wenn Sie das Maximum aus deinem KI-Text herausholen wollen, lohnt sich ein Blick auf ein paar Profi-Tricks:
1. Verlangen Sie stets Quellen
Fragen Sie bei jeder konkreten Behauptung nach:
„Woher stammt diese Information?“ oder
„Bitte nenne die Quelle zu dieser Aussage.“
Prüfen Sie dann die angegebenen Quellen, ob sie tatsächlich die getroffenen Aussagen enthalten.
2. Lassen Sie die KI sich selbst kritisch prüfen
Stellen Sie der KI folgende Aufgabe:
„Du bist eine äußerst kritische Patientin/Ärztin/…. Lies diesen Text – verstehst du ihn? Was überzeugt dich? Was fehlt dir?“
Die Antworten helfen Ihnen, blinde Flecken zu erkennen – und Ihr Ergebnis zu verbessern.
3. Nutze Perspektivwechsel
Wechseln Sie zwischendurch die Rolle der KI:
„Jetzt bist du ein Chefarzt, der das Thema schnell erfassen will.“
„Jetzt bist du eine verunsicherte Patientin, die keine Fachbegriffe versteht.“
So testen Sie, ob Ihr Text wirklich zielsicher ist.
4. Lassen Sie sich Varianten geben
Fordern Sie gezielt Alternativen an:
„Gib mir drei Varianten der Einleitung – eine sachlich, eine emotional, eine mit Frage.“
Sie bekommen stilistische Bandbreite, ohne selbst alles neu schreiben zu müssen.
5. Struktur statt Fließtext verlangen
Wenn Sie sich selbst Klarheit verschaffen wollen:
„Erstelle mir eine Gliederung zu folgendem Thema …“
So können Sie Textideen strukturieren, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen.
6. KI beim Formulieren einsetzen
Sie hängen an einer komplizierten Passage? Geben Sie einfach diesen Abschnitt ein und bitten Sie um alternative Formulierungen:
„Mach das verständlicher / emotionaler / aktiver.“
So sparen Sie Zeit bei Formulierungsfragen, ohne den ganzen Text neu zu formulieren.
7. Fragen Sie die KI, wo sie selbst nach KI klingt
Viele generierte Texte klingen „glatt“ – aber auch austauschbar. Fragen Sie die KI selbst:
„Welche Textstellen in diesem Entwurf könnten darauf hindeuten, dass er von einer KI stammt?“
„Wo klingt der Text generisch, floskelhaft oder unnatürlich?“
Die Antworten sind oft überraschend – und liefern wertvolle Ansatzpunkte für Feinschliff mit echtem Charakter.
8. Spezialisierte GPTs gezielt einsetzen
In der GPT-Bibliothek finden Sie viele vorkonfigurierte GPTs, die auf spezifische Textaufgaben zugeschnitten sind – etwa Lektorat, journalistisches Schreiben oder UX-Texte. Diese Versionen arbeiten auf Basis optimierter Prompts und liefern oft schneller genau das, was Sie brauchen.
Tipp: Geben Sie dem GPT trotzdem Ihr individuelles Briefing – so verbinden Sie Standard mit Feinschliff.
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