Helmut Fischer als „ewiger Stenz“, der „Walking Man“ des kalifor­ni­schen Künstlers Jonathan Borofsky, das Siegestor, die Kunst­aka­demie und die Münchner Freiheit – das sind nur eine Handvoll Wahrzeichen des Schwa­binger Boulevard, der Leopold­straße. Um euch den Sitz unserer PR-Agentur vorzu­stellen, erzählen wir euch etwas über die Geschichte der Straße und geben außerdem einen Einblick in unser Haus, die Leopold­straße 54.

Ein kurzes Interview mit der LEO54

Unsere Agentur factum hat seit drei Jahren ihren Sitz in der Leopold­straße 54. So sind wir hier auf der grünsten und breitesten Münchner Straße mitten im quirligen Großstadt­leben. Um zu erfahren, wer unsere Hausnachbarn in der LEO54 sind, was ihre Geschichten sind und was sie mit der Leopold­straße verbinden, haben wir nachgefragt.

Wir waren für euch bei Fritz Brosel, der einen der ältesten Friseur­läden der Straße führt. Im Erdge­schoss des Gebäudes kommt einem schon der Duft von frischem Haarspray entgegen und es riecht nach Auszeit, nach einer kurzen Wellness-Phase, in die man vom gut gelaunten Chef auf bayerisch hinein­be­fördert wird. Auf der anderen Seite des Erdge­schosses haben wir für euch Philipp Papsch in seinem modernen Fahrrad­ge­schäft besucht. Im geschäf­tigen Treiben des Ladens wird man von einem fröhlichen kleinen Dackel und den freund­lichen Mitar­beitern empfangen, die gerade an Fahrrädern herum­schrauben. Man hört, wie Kunden Fahrrad­klingeln auspro­bieren, und ist mitten in einem fröhlichen Geklimper. Diese Menschen sind wirklich von Fahrrädern begeistert und teilen mit uns im Interview ihre Vision einer autofreien Leopold­straße. Den Weg ins Haus folgend geht es über das Treppenhaus eine alte wunder­schöne Holzwen­del­treppe hinauf, die bei dem ein oder anderen Schritt, ihr Alter betonend, knarrt und quietscht und in das Büro des Rechts­an­walts Jürgen Contzen führt. In dieser Anwalts­kanzlei spürt man förmlich die Geschichte des alten Hauses. Und sie wird hier ehrwürdig zwischen edlen Möbeln und einer antiken Fotografie des Hauses gewürdigt. In dieser Atmosphäre der Jahrhun­dert­wende lassen wir uns für euch Geschichten erzählen:

Mehr über unsere Büroge­mein­schaft in der Leo54 oder die Unter­neh­mens­kultur bei factum findet ihr in unserem Blog.

factum: Seit wann sind Sie in diesem Haus und wie sind Sie hier gelandet?

Fritz Brosel, Friseur Salon: Den Laden gibt es seit 60 Jahren, früher hieß er Ludwig und seit unserer Übernahme vor 30 Jahren heißt er Fritz & Angelika Brosel. Wie ich in der Leopold­straße gelandet bin? Ich wurde hier geboren und bin auch hier aufgewachsen.

Philipp Papsch, Bikesport München: Seit November 2003 sind wir hier im Haus. Den Fahrrad­laden gibt es aller­dings schon seit 1994.

factum: Was ist das Besondere an dem Haus?

Fritz Brosel, Friseur Salon: Das Haus ist traumhaft – nette Hausge­mein­schaft, man kennt sich unter­ein­ander, die Mischung aus gewerb­lichen und privaten Mietern macht das Besondere aus!

Jürgen Contzen, Rechts­anwalt: Für uns war das Besondere die Innen­aus­stattung: Es unter­scheidet sich optisch sehr von modernen Büroräum­lich­keiten. Die Kombi­nation aus den alten Fenstern, Türen und Decken hat es uns angetan. Man hat in den Wohnräumen ein Wohnzimmer-Gefühl, man kann hier einfach ‚wohnend arbeiten‘.

factum: Was zeichnet für Sie die Leopold­straße aus? Was gefällt Ihnen besonders?

Fritz Brosel, Friseur Salon: Die Infra­struktur ist ganz anders als früher. Das Künst­ler­viertel ist leider ein bisschen durch die vielen Restau­rants und Lokale verdrängt worden.

Jürgen Contzen, Rechts­anwalt: Ich habe lange in Köln gewohnt und dort gibt es die Stadt­viertel, in denen sich die Leute kennen. Wenn ich über die Leopold­straße gehe, hat das für mich hier auch einen Viertel­cha­rakter: Die Leute grüßen einen und man kennt sich nach all den Jahren untereinander.

Philipp Papsch, Bikesport München: Die Straße ist super, aller­dings ist es durch den vielen Verkehr meist sehr laut. Mir wäre eine Straße nur für Fußgänger und Fahrrad­fahrer lieber. Eine autofreie Zone wäre wünschenswert.

factum: Was ist für Sie der schönste Platz in der Stadt München?

Fritz Brosel, Friseur Salon: Ich würde auf alle Fälle die Münchner Freiheit nennen. Man hat einen fantas­ti­schen Ausblick und kann die Umgebung entspannt beobachten.

Jürgen Contzen, Rechts­anwalt: Ich mag den Viktua­li­en­markt, weil das von der Atmosphäre sehr besonders ist. Mittendrin und trotzdem tradi­tionell aufgebaut. Sowas Urwüch­siges gibt es in anderen Großstädten sehr selten.

Philipp Papsch, Bikesport München: Für mich ist hier der schönste Platz in München. Optimal ist es im Sommer direkt vor der Eingangstür zu sitzen und einen Kaffee zu trinken, von dem Eiscafé nebenan.

factum: Wie würde Ihre Leopold­straße der Zukunft aussehen?

Fritz Brosel, Friseur Salon: Ich wünsche mir, dass man ein bisschen Vergan­genheit zurück­holen könnte: Mehr Künstler, Live-Musik und eine bessere Struk­tu­rierung der Geschäfte – niemand benötigt auf 50 Metern vier Handy­shops, vier Optiker, vier Coffeeshops…

Jürgen Contzen, Rechts­anwalt: Ich fände es schön, wenn sich der Geschäfts­cha­rakter wieder beleben würde und wieder mehr indivi­duelle Geschichten kommen – sozusagen ‚back to the roots‘.

Wo die Wurzeln der Leopold­straße liegen: Es war einmal…

Die Leopold­straße trägt ihren könig­lichen Namen seit 1891, als sie nach Prinz Leopold von Bayern benannt wurde. Vorher trug der südliche Teil der Straße den Namen Schwa­binger Weg und ging nördlicher in die Schwa­binger Landstraße über. Seit dem hat sie schon einiges an Münchner Geschichte geschrieben. 1962 war die Leopold­straße Schau­platz der Schwa­binger Krawalle, die das Ende der konser­va­tiven Adenauer-Ära andeu­teten. In den 60er bis 80er Jahren galt sie als Wohnzimmer der Münchner Bohème und von 1995 bis 2001 hatten hier die Union Moves, die bekannte Münchner „Love Parade“ ihre Bühne. Die Leo, wie sie liebevoll genannt wird, ist also ein echter Teil Münchner Geschichte. Auch heute finden auf der Leopold­straße im Sommer noch Großver­an­stal­tungen wie der St. Patricks Day, der München Marathon, der Corso Leopold und das Streetlife-Festival statt. Die etwa 3,6km lange Straße, die die Stadt­teile Schwabing, Maxvor­stadt und Milberts­hofen durch­quert, hat sich immer mehr dem Zeitgeist angepasst. Alles ist zu finden: Von trendigen Shops, Eisdielen, Buchhand­lungen bis hin zu Theatern und Büros – und eben unseren Agenturräumen.

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