Wieso sollte sich ein Start-up mit dem Thema PR beschäftigen?

Jörg Röthlingshöfer: Start-ups haben häufig innovative Ideen und Lösungen zu bieten, die für unterschiedliche Zielgruppen relevant sind. Deshalb kann sich professionelle Pressearbeit in vielen Fällen lohnen. Hinzu kommt, dass junge Unternehmen oft nur über ein begrenztes Marketingbudget verfügen. Mit guter Pressearbeit lässt sich vergleichsweise kostengünstig öffentliche Aufmerksamkeit erzeugen, vorausgesetzt, es gibt ein relevantes Thema und eine klare Vorstellung davon, wer erreicht werden soll.

Wann sollte sich ein Start-up mit dem Thema Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigen?

Im Grunde beginnt dieses Thema bereits beim Schreiben des Businessplans, also mit der übergeordneten Frage der Kommunikation. Schon bei der Zielgruppenanalyse stellt sich schließlich die Frage, wie diese Menschen überhaupt erreicht werden können. Deshalb ist es wichtig, sich von Anfang an eine Strategie zu überlegen und festzulegen, auf welche Weise kommuniziert werden soll. Denn auch ohne bewusste Kommunikationsstrategie werden Signale gesendet. Fehler, die in dieser frühen Phase entstehen, lassen sich später oft nur schwer korrigieren.

Sie möchten die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Ihres Start-ups professionell aufbauen?

Unser Agenturgründer Jörg Röthlingshöfer und PR-Expertin Carina Freutsmiedl zeigen Ihnen, wie junge Unternehmen mit einer klaren Kommunikationsstrategie Sichtbarkeit aufbauen – von der ersten Positionierung bis zur passenden PR-Maßnahme.

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Jörg Röthlingshöfer
Tel: +49 89 8091317-10
Carina Freutsmiedl
Tel: +49 89 8091317-51

Kann ein Start-up seine PR nicht auch selbst machen?

Doch, das ist grundsätzlich möglich und in vielen Fällen auch notwendig. Allerdings sollten dafür einige wichtige Grundlagen vorhanden sein. Denn auch in der PR gilt: Der erste Eindruck ist oft der entscheidende.

 

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Gibt es einen Standardplan für erfolgreiche Gründer-PR?

Für Start-ups bieten wir zunächst einen kompakten Workshop an. Darin erarbeiten wir gemeinsam, wie ein sinnvoller Kommunikationsplan aussehen kann. Da PR und Kommunikation sehr vielseitig sind, gibt es allerdings keinen allgemeingültigen Standardplan. Nicht alles, was in einem Brainstorming naheliegend erscheint, etwa eine Presseaussendung oder Facebook, ist automatisch auch die sinnvollste Maßnahme. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig professionell begleitet Gedanken zu machen. Zeit ist für Gründer:innen eine äußerst knappe Ressource. Wer sie in Maßnahmen investiert, die keine Wirkung entfalten, ärgert sich im Nachhinein häufig doppelt.

Auf welche Schwierigkeiten stoßen Start-ups bei ihrer Pressearbeit?

Oft wissen Start-ups nicht genau, wen sie wann und auf welchem Weg erreichen möchten. Häufig fehlt zudem der übergeordnete Blick auf die verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten. Eine weitere Herausforderung ist die kontinuierliche Pflege von Kontakten sowie die konsequente Umsetzung geplanter Maßnahmen.

Wie lässt sich der Erfolg von PR-Maßnahmen für Start-ups messen?

Wenn am Ende mehr in der Kasse ist. Das klingt zunächst banal, trifft aber gerade bei Start-ups oft den Kern. In der Regel hat die Umsatzsteigerung die höchste Priorität. Themen wie der Imageaufbau stehen häufig an zweiter Stelle.

Wie wichtig ist das Thema Netzwerken für Start-ups?

Das hängt stark von der jeweiligen Phase ab, in der sich ein Start-up befindet. Außerdem ist „Netzwerken“ ein sehr unscharfer Begriff. Geht es um Kontakte zu Investor:innen, Kund:innen, Journalist:innen oder zu anderen Start-ups? Und geht es um alle gleichzeitig? Klar ist: Man muss Menschen kennenlernen. Entscheidend ist jedoch, sich im Vorfeld zu fragen, welche Kontakte im jeweiligen Moment tatsächlich relevant sind. Ich kenne Gründer:innen, die von einer Start-up-Veranstaltung zur nächsten gehen und hervorragend vernetzt sind, wirtschaftlich bringt ihnen das aber nicht automatisch etwas.

Seit wann beschäftigst du dich persönlich mit dem Thema Gründung?

Im Prinzip seit dem Tag, an dem ich .FACTUM gegründet habe, und das ist inzwischen zwölf Jahre her. Besonders intensiv wurde das Thema dann 2011, als meine Schwester und ich gemeinsam MyOma gegründet haben. In den vergangenen Jahren habe ich außerdem viele weitere Start-ups kennengelernt, zahlreiche Gespräche geführt, Netzwerkveranstaltungen besucht, Investorenrunden erlebt, Businesspläne mitgeschrieben und Pitch-Decks gestaltet. Ich glaube, ich habe fast jede Erfahrung gemacht. Nur eine Insolvenz fehlt noch.

Welchen Kund:innen konntest du dein Know-how im Bereich PR für Gründer bereits anbieten?

Natürlich MyOma. Darüber hinaus haben wir durch die Betreuung von Fraunhofer Venture in den vergangenen Jahren zahlreiche Start-ups begleitet. Seit dem vergangenen Jahr arbeiten wir außerdem mit der Deutschen Messe am Aufbau eines Start-up-Bereichs im Rahmen der HANNOVER MESSE zusammen. Auch dadurch stehen wir in engem Austausch mit vielen Ausgründungen.

Welche Rolle spielt dabei der Workshop, den .FACTUM für Start-ups anbietet?

Wie bereits angedeutet, ist der Workshop das zentrale Element unserer Arbeit mit Start-ups. Aus ihm entstehen alle weiteren Handlungsempfehlungen. Dafür haben wir ein spezielles Format entwickelt. Die Kosten liegen bei rund 1.000 Euro. Im ersten Schritt arbeiten wir uns intensiv in das Thema des Start-ups ein und entwickeln Fragestellungen sowie Ziele für den Workshop. Anschließend setzen wir uns für etwa drei Stunden mit den Gründer:innen zusammen. Danach bereiten wir die Ergebnisse strukturiert auf und formulieren konkrete Empfehlungen für das weitere Vorgehen.

An welche Kund:innen und Projekte erinnerst du dich besonders gern?

Alles, was mit MyOma zu tun hat, ist für mich natürlich etwas Besonderes. Ich war von Anfang an dabei und habe den gesamten Weg miterlebt: von der ersten Idee über die Suche nach den Omas, die Produktentwicklung und den Start des Onlineshops bis hin zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Geschichte von Prolupin ist sehr spannend. Wir haben das Unternehmen über viele Jahre hinweg immer wieder punktuell begleitet, in den vergangenen Monaten dann intensiver. Die Verleihung des Zukunftspreises des Bundespräsidenten war dabei natürlich ein ganz besonderes Highlight.

Auf welche Schwierigkeiten bist du bei der PR für Start-ups gestoßen?

Die größte Herausforderung ist meist die knappe Zeit der Gründer:innen. Häufig liegen so viele Themen gleichzeitig auf dem Tisch, dass Kommunikation in der Prioritätenliste immer weiter nach hinten rückt. Umso wichtiger ist es, zu Beginn realistische Ziele zu definieren, die sich mit den vorhandenen Ressourcen auch tatsächlich umsetzen lassen. Genau dabei wollen wir unterstützen. Denn so entsteht eine tragfähige Grundlage für erfolgreiche Kommunikation.

Hier erfahren Sie mehr zu unserer Arbeit mit der Hannover Messe.

Wie wir Start-Ups in Ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützen können, lesen Sie hier

Was macht PR für Start-ups für dich so interessant?

Mich beeindruckt vor allem die Energie der Gründer:innen. Es ist unglaublich inspirierend, mit solchen Menschen zusammenzuarbeiten und gemeinsam etwas aufzubauen. Hinzu kommt, dass die Themen fast immer einzigartig und spannend sind.

Julia Heidel

Junior Business Managerin

Nach ihrer Ausbildung und sechs Jahren Berufserfahrung entschied sie sich für einen neuen Bildungsweg: Sie holte ihr Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach und studierte anschließend Kommunikationswissenschaft und Soziologie an der LMU München. Bereits während ihres Studiums unterstützte sie .FACTUM zunächst als Praktikantin und anschließend ein Jahr lang als Werkstudentin. Seit April 2025 ist sie festes Mitglied des Teams und arbeitet als Junior Business Managerin mit Organisationstalent, Struktur und einem feinen Gespür für reibungslose Abläufe.

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