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PR und Twitter: Journalisten nutzen Twitter – warum nicht auch die PR?

Februar 2017

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PR und Twitter – wie passt das zusammen? Twitter ist mehr als nur ein Social Media-Kanal und Blogging-Dienst: Journalisten nutzen die Plattform schon lange als Recherche- und Kommunikations-Tool. Also eigentlich genau das, was wir PRler auch brauchen. Warum Twitter auch in der PR nützlich sein kann, erfahrt ihr hier.

 

 

Twitter wirkt mit seinen Hashtags und der knappen Sprache auf viele User auf den ersten Blick kompliziert und verwirrend. Deswegen habe ich mich mal genauer mit der Plattform beschäftigt und war begeistert, welche Möglichkeiten der Kanal tatsächlich bietet – und wie wir ihn besonders in der PR nutzen können.

 

Recherche mit Twitter

Tatsächlich bietet Twitter vielfältige Optionen bei der Recherche: Von der Themenfindung über die Zitatensuche und Beobachtung von Stimmungen und Meinungen bis hin zu Influencer-Relations.

Mithilfe von Twitter könnt ihr Themen und Trends finden und verfolgen. Das hilft dabei, immer up-to-date zu bleiben und Infos live und in Echtzeit zu bekommen. So könnt ihr beispielsweise mit einer entsprechenden Presseaussendung schneller auf Meldungen und aktuelle Entwicklungen reagieren. Übrigens: Die Maximallänge von 140 Zeichen pro Tweet ist dabei tatsächlich gar nicht so schlecht. So bekommt ihr wenigstens alle Infos auf den Punkt und spart euch das Gerede um den heißen Brei.

Wer liest was? Auch das erfahrt ihr über Twitter – und die Analyse hilft dabei, Zielgruppen und Ansprechpartner besser bestimmen zu können. Außerdem ermöglicht es die Plattform, die Themen herauszufinden, die die entsprechende Zielgruppe beschäftigt. Ein Leitspruch der PR bei der Themenfindung lautet schließlich: Fragt euch nicht, über was redet ihr, sondern über was redet die Welt. Denn genau da sollte man mit seinen Inhalten anknüpfen (weltweite Trends bekommt ihr zum Beispiel in der Spalte links angezeigt).

Unbedingt solltet ihr euch außerdem mit der Suchfunktion beschäftigen. Hier könnt ihr zum einen natürlich nach Hashtags filtern. Zum anderen könnt ihr aber auch in den erweiterten Funktionen den Zeitraum und Ort eingrenzen, von denen Tweets gesendet wurden. Dies ermöglicht es, sehr exakt nach Postings zu recherchieren: Wer hat wann, von welchem Ort berichtet? Über die Suche könnt ihr so potentielle Interviewpartner oder Meinungsbarometer ableiten. Oder ihr könnt euch nach einem Event über die erreichte Zielgruppe informieren und euch über Posts oder gezieltes Nachfragen ein Feedback einholen.

Außerdem gibt es mittlerweile verschiedene Analyse-Tools für Twitter, die euch bei der Recherche nach Influencern helfen können. Followerwonk bietet hier beispielsweise eine kostenlose Variante, mit der ihr die einflussreichsten User zu bestimmten Topics ausfindig machen könnt. Das Tool durchsucht dabei die Biografien von Twitter-Nutzern nach Schlagworten. Anschließend könnt ihr die Ergebnisse nach eurem Standort oder nach Kennzahlen wie Follower- und Following-Zahl filtern.

 

Kommunikation mit Twitter

Twitter bietet sich zudem als zusätzliches Werkzeug im Handwerkskasten der Kommunikation an. Es ermöglicht, direkt mit Usern in Kontakt zu treten, ein Netzwerk aufzubauen, im ständigen Austausch zu stehen und Feedback einzuholen – also das optimale Kommunikations-Tool. Und somit nicht nur geeignet für den Journalismus, sondern auch für die PR. Die sogenannte Follower-Power darf dabei nicht unterschätzt werden: über Twitter kann man prima Fans für die eigenen Themen gewinnen – und darunter können durchaus auch Journalisten sein.

 

Mein Fazit für Twitter und PR: Richtig eingesetzt kann die Plattform unsere Arbeit erleichtern. Mein Tipp für alle, die keine Twitter-Naturals sind: Gebt euch ein bisschen Zeit und arbeitet euch ein, dann könnt auch ihr bald die Vorzüge für euch entdecken.

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