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PR-Blog von factum

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Pressearbeit für ein soziales Start-up

Januar 2015

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Verena Pröschel ist die Gründerin von MyOma. Gemeinsam mit ihrem Bruder Jörg Röthlingshöfer, dem Geschäftsführer von factum, hat sie das Unternehmen mithilfe von PR zum Erfolg geführt. Im Interview schildert sie, inwiefern Pressearbeit für Gründer ein wichtiges Element zum Erfolg ist.

Ab welchem Punkt des Gründungsprozesses von MyOma hast du es für notwendig erachtet, Pressearbeit zu machen?

Als die Idee zu MyOma aufkam, war von Anfang an klar, dass es als soziales Start-up ein super PR-Thema ist. Ältere Menschen in die junge Gesellschaft zu integrieren, ist eine gesellschaftlich relevante und politische Sache. Hinzu kommt das Thema Mode und der aktuelle Stricktrend. Deswegen war der erste PR-Kontakt schon da, bevor wir überhaupt online gegangen sind. Seitdem ist Pressearbeit immer wichtig für uns gewesen.

Wie hat MyOma konkret von PR profitiert?

Den ersten Erfolg gab es schon, bevor der Shop online ging. Über einen Bekannten  wurde das Bayerische Fernsehen auf MyOma aufmerksam. Das Thema an sich scheint für die Presse relevant zu sein und daher lief es immer gut, wenn wir PR-Maßnahmen durchgeführt haben. Das Thema ist zwar saisonal abhängig, aber trotzdem wurde es zum Selbstläufer.

Mit Pressearbeit haben wir unseren Bekanntheitsgrad aufgebaut, ein Image kreiert und auch Begeisterung für das Stricken und die soziale Integration älterer Menschen hervorgerufen. Und auch immer mehr Omas melden sich und möchten für uns stricken.

Alles in allem baut unser Erfolg auf der PR auf.

Warum war die Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur wie factum besser als die Pressearbeit „auf eigene Faust“ zu machen?

Ich komme zwar aus der PR, aber bei einer Gründung fehlt einfach die Zeit dazu. Man findet meist keine Zeit sich darauf zu konzentrieren, darüber nachzudenken und sich zu überlegen: „Was wollen wir tun? Wer wollen wir sein?“ Da ist der Blick von außen sehr wichtig.

Wie wichtig ist genaue Planung für den Erfolg von PR-Strategien?

Es ist sehr wichtig einen Streuplan zu erarbeiten, der sich über ein ganzes Jahr zieht. Das erinnert einen daran, durchzuhalten und nicht alles über den Haufen zu werfen, wenn es mal stressig ist. Sicherlich muss man sich zwischendurch auf Unerwartetes einstellen, wenn auf einmal ein anderes Thema relevanter ist. Aber es ist wichtig, die Pressearbeit über das Jahr nicht aus den Augen zu verlieren und regelmäßig und konsequent Maßnahmen zu streuen.

Welche Maßnahmen finden in der Pressearbeit von MyOma Anwendung? Inwiefern werden die Maßnahmen auf die Zielgruppen von MyOma zugeschnitten?

Wir haben hauptsächlich die klassische PR genutzt: das Thema hat es angeboten, Pressemeldungen zu versenden. Damit waren wir vor allem in den Regionalmedien erfolgreich. Von Regionalzeitungen bis hin zum Regionalfernsehen war alles dabei. Überregional  wurde unser Thema gerne in Zeitschriften aufgenommen.

Alle Maßnahmen wurden auf bestimmte Zielgruppen angepasst. Je nachdem ob wir MyOma als Unternehmen oder unsere Strickprodukte bekannt machen wollten, oder ob wir Omas für unsere Strickkreise gesucht haben.

Warum war und ist für dich Pressearbeit ein Schlüssel zum Erfolg eines Start-ups?

Für uns war PR die Nummer eins aller „Erfolgsrezepte“. Ohne unsere PR wären wir nicht da, wo wir heute sind. Und vor allem als Gründer fehlt einem meist das Geld für Marketingaktionen oder Werbung. Da ist Pressearbeit, vor allem bei einem Thema, das in den Medien so gut funktioniert, eine Möglichkeit, die man unbedingt nutzen sollte.

Zeit und Geld sind die Dinge, die als Gründer immer knapp sind. Über PR können Start-ups aber für verhältnismäßig wenig Geld viel erreichen. Und wenn man die Zielgruppe richtig auswählt, kann jedes Thema PR-technisch umgesetzt werden und erfolgreich sein.

Hier gehts zu unserem Bereich "PR für Start-ups" mit Kundenübersicht.

Verena Pröschel, Carina Freutsmiedl



Verena Pröschel mit ihrem Bruder Jörg Röthlingshöfer