Als ich vor drei Jahren mein Studium der Kommunikationswissenschaft begann, wusste ich noch nicht genau, in welches Berufsfeld es mich einmal verschlagen würde. Meine Eltern und ihre Bekannten konnten noch weniger mit der Bezeichnung meines Studiengangs anfangen. Doch wenn man sich einmal näher mit den Inhalten und Berufsfeldern des Studiums beschäftigt, so wird man auch auf den Begriff „Public Relations“ stoßen. Doch was genau kann man sich neben der Theorie, die man an der Uni lernt, eigentlich darunter vorstellen? Und inwiefern hat mich das Studium der Kommunikationswissenschaft auf eine Tätigkeit im Bereich Public Relations vorbereitet? Das wollte ich selbst herausfinden und habe mich für ein dreimonatiges PR-Praktikum hier bei FACTUM entschieden.

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Auch wenn sich oft über das theorielastige Studium beschwert wird, so konnte ich doch aus jedem der verschiedenen Felder einige Skills und Erfahrungen mitnehmen, die mir in den drei Monaten bei FACTUM geholfen haben, die vielseitigen Aufgaben gut zu meistern.

Was genau den Unterschied zwischen PR und Marketing ausmacht, liest du ebenfalls in unserem Blog.

Grundlagen medialer Kommunikation: Was genau ist eigentlich PR?

Zuallererst lernte ich bei der Vorlesung „Grundlagen medialer Kommunikation“ das erste Mal, was Public Relations überhaupt ist, und inwiefern es sich letztendlich von Marketing oder Werbung unterscheidet – ein Unterschied, der vielen gar nicht bewusst ist, jedoch für die Tätigkeit in der PR natürlich eine notwendige Voraussetzung ist.

Psychologische Grundlagen der Kommunikation: Wer, Wie, Was?

Eines meiner Lieblingsmodule war „Psychologische Grundlagen der Kommunikation“: Dort lernte ich sowohl die psychologischen Effekte von verschiedenen Medienformen, als auch die Grundlagen interpersonaler Kommunikation kennen. Beide Aspekte sind für die tägliche Arbeit in einer PR-Agentur wichtig: Bei der Konzeption einer Kommunikationsstrategie für unsere Kund:innen muss bedacht ausgewählt werden, mit welchen Medien, Plattformen und Inhalten wir an die Medien und verschiedene Zielgruppen herantreten und welche Wirkungen diese jeweils haben sollten. Auch bei der internen Arbeit für unsere eigene Website, Social-Media-Kanäle und Auftritte bei Events oder Terminen ist die Auswahl der passenden Plattform sowie die spezifische Nutzung dieser entscheidend für ein gutes Ergebnis.

Statistik: Den Überblick bei Daten und Kennziffern behalten

Sogar die anfangs gefürchteten Statistikveranstaltungen haben mir etwas mitgeben können: Daten aufzubereiten und zu analysieren, Forschungsberichte zu schreiben und auch die ein- oder andere Rechnung haben mir den Umgang mit Zahlen und Daten erleichtert. Damit wird man auch in der täglichen Arbeit in einer PR-Agentur konfrontiert: Seien es Excel-Tabellen, Verteilerdatenbänke oder Kennzahlen zu dem Traffic auf unserer Website. Schnell merkt man aber, dass diese Zahlen und Daten absolut zu bewältigen sind und (Gott sei Dank) nicht so intensives Büffeln wie so manche Statistikklausur erfordern. 

Nachrichtenproduktion- und Recherche: Die journalistische Arbeit verstehen

In den späteren Semestern wurden die Veranstaltungen immer praxisorientierter und spezifischer: In der Schlüsselqualifikation „Nachrichtenproduktion- und Recherche“, geleitet von einem Journalisten des MDR, diskutierten und verfassten wir selbst journalistische Beiträge, erstellten Pressespiegel, und machten eine Exkursion zu dem Hauptgebäude des MDR. Einmal einen Blick hinter die Kulissen eines so großen und relevanten Mediums zu erhalten und die journalistische Arbeitsweise zu verstehen, ist für mich von großem Vorteil gewesen. Während meiner Zeit hier bei FACTUM machte die Pressearbeit nämlich einen großen Teil meiner täglichen Arbeit aus. Dazu gehörte sowohl das Verfassen von Pressemitteilungen, das Anlegen von Versandaufträgen als auch die Auswahl und Ansprache der richtigen Journalist:innen und Netzwerkkontakte.

 

 

Mehr über unsere Leistungen im Bereich Presse- und Netzwerkarbeit erfährst du auch auf unserer Website.

Rhetorik: Die richtige (An-) Sprache lernen

Auch die Schlüsselqualifikation „Rhetorik“ hat mir viel für die Praxis mitgeben können: Hier konnte ich meine Kenntnisse für stilsicheres Schreiben und das Präsentieren von Texten und Inhalten vertiefen und vor einem größeren Publikum üben. Auch im Gespräch mit Medien, Netzwerken oder in einem Kund:innentermin ist ein sicheres und ruhiges Auftreten, eine bedachte und zielgerichtete Wortwahl sowie deutliche Aussprache gefragt.

Medienwirkung: Kommunikationsstrategien und Botschaften konzipieren

Abschließend hat mir das Seminar „Medienwirkung“ einen lehrreichen ersten Einblick in die Ausarbeitung eines Kommunikationskonzepts geboten. In Gruppen konzeptionierten wir eine eigene Kommunikationsstrategie, in denen wir alle Schritte realitätsgetreu durchliefen: von Budgetplanung, über Konkurrenzanalyse, bis hin zu den Botschaften und der Verwendung von Social Media und Öffentlichkeitsarbeit. Wie das Ganze dann in einer Kommunikationsagentur mit echten Kund:innen abläuft, durfte ich bei Erstterminen mit Neukund:innen, sogenannten „Kickoffs“, dann bei FACTUM kennenlernen. Es ist natürlich etwas komplexer, sich mit tatsächlichen Kund:innen, Zielen und Zielgruppen konfrontiert zu sehen, als bloß eine Strategie für ein Fantasieprodukt zu entwickeln. Daher war es sehr spannend zu sehen, wie die Kund:innen selbst in die Maßnahmenplanung mit einbezogen werden, alle Punkte anhand einer interaktiven Online-Präsentation gemeinsam diskutiert und besprochen werden und wie die Punkte dann schließlich umgesetzt werden.

 

 

Neben den gelernten Inhalten zu aktuellen Theorien und dem Forschungsstand lernt man im Studium, sich kritisch und analytisch mit Texten auseinanderzusetzen, diese gut verstehen und interpretieren zu können, als auch selbst welche zu verfassen. Auch Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und die Arbeit im Team waren sowohl im Uni-Alltag als auch bei der Arbeit in der Agentur gefragt. Natürlich lernt man aber längst nicht alles im Studium bereits vorab – sonst müsste man das Praktikum gar nicht mehr machen. Sehr viele der tatsächlichen praktischen Tätigkeiten sind letztendlich Learning by Doing, und es kommt verstärkt auf die eigene Motivation, das Interesse und die Lernbereitschaft an. Die Erfahrungen an der Uni sind zwar oft hilfreich, jedoch gilt es auch einige grundlegende Unterschiede zu beachten: So schreibt sich zum Beispiel ein Blogbeitrag oder News-Artikel ganz anders als eine wissenschaftliche Arbeit oder ein Essay. Worauf es also in der Praxis tatsächlich ankommt, konnte ich dann bei FACTUM lernen.

Ich habe das Gefühl, dass mein Studium mich gut auf ein Praktikum in der PR-Branche vorbereitet hat und kann anderen Studierenden, aus meinem sowie aus anderen Studiengängen, ein Praktikum bei FACTUM nur weiterempfehlen. Schließlich gibt es nicht nur einen Studiengang, der auf eine Tätigkeit in der PR vorbereitet- man kann auch als Quereinsteiger:in erfolgreich in dieser Branche Fuß fassen, wie das Team bei FACTUM mit all seinen verschiedenen Charakteren, unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und individuellen Stärken deutlich unter Beweis stellt.

Stella Goudschaal

ehemalige und aktuelle Mitarbeiter:innen und Praktikant:innen schreiben hier über Kommunikationsthemen, Branchenrelevantes, Büroalltag oder einfach Themen, die sie interessieren.

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