Links von anderen Websites auf die eigene können für das SEO-Ranking Gold wert sein. Wie gelingt es, die eigene Auffind­barkeit im Web mit Hilfe hochwer­tiger Links zu steigern und so seine Zielgruppe besser zu erreichen? Wir geben dir wichtige Tipps für erfolg­reiches Linkbuilding an die Hand.

Links, die auf deine Website verweisen, sind einer der wichtigsten Faktoren für gute Rankings in Suchma­schinen wie Google. Als „Linkbuilding“ wird das strate­gische Vorgehen zum Aufbau solcher „Backlinks“, also Rückver­lin­kungen von anderen Websites, bezeichnet. Linkbuilding ist eine der zentralen Maßnahmen der sogenannten „Offpage-Optimierung“ deiner Website. Darunter versteht man Handlungen, die nicht auf der eigenen Website durch­ge­führt werden, sondern auf anderen Seiten. Die Offpage-Optimierung ist sehr wichtig für eine dauer­hafte und nachhaltige Verbes­serung des eigenen Suchmaschinen-Rankings. Aller­dings lauern hier einige Stolper­steine, denn schnell kann man durch falsches Vorgehen beim Linkbuilding das Gegenteil bewirken: Im schlimmsten Fall bis hin zu einer Abstrafung durch die Suchma­schine, die einen starken Sicht­bar­keits­verlust zur Folge hat. Wir raten daher: Finger weg von heimtü­cki­schen Tricks, wie zum Beispiel dem Kauf von Backlinks! Schließlich ist nicht nur die Quantität, sondern vor allem die Qualität der Links entscheidend! So viel zur Theorie und den zu vermei­denden Stolper­fallen, doch wie generiere ich nun hochwertige Links?

Schritt 1: Das eigene Profil bereinigen, dann fällt der richtige Startschuss.

Zu Beginn sollte man sich erst einmal einen Überblick über die eigene Seite verschaffen: Wie viele Backlinks besitze ich aktuell? Woher kommen diese eigentlich? Wie viele Links verweisen auf die Start­seite und wie viele auf Unter­seiten („Deep Links“)? Deep Links sind wertvoll, da sie direkt zu weiter­füh­renden, detail­lier­teren Inhalten führen und somit Traffic auf sonst etwas in der Seiten­struktur „versteckte“ Seiten liefern. Infor­ma­tionen über das eigene Linkport­folio können mittels einer Analyse durch SEO-Tools abgerufen werden. Wir arbeiten beispiels­weise mit Sistrix und erfassen darüber verschiedene wichtige Messwerte zur Einschätzung, wie „gesund“ das Linkport­folio einer Website ist: Die Anzahl der Links, die Linkver­teilung, das Ranking der meist­ver­lin­kenden Domains, die Linktexte, sowie vieles mehr. Darüber hinaus bietet das Zusatz­modul Links die Gelegenheit, poten­ziell schäd­liche Verlin­kungen zu identi­fi­zieren und gegebe­nen­falls zu entfernen. Als „schäd­liche Links“ gelten zum Beispiel Links von Websites, die gegen Geld Links zum Verkauf anbieten oder durch Spamlink-Attacken aufge­fallen sind. Ein Indiz für ein „ungesundes“ Linkport­folio können auch auffallend viele Links von auslän­di­schen Domains, ein plötz­licher unnatür­licher Anstieg der Link-Anzahl, unseriöse Inhalte oder unpas­sende Anker­texte sein. Man sollte seine eigenen Backlinks also in jedem Fall genauer unter die Lupe nehmen und sein Profil zuallererst berei­nigen, bevor man sich an das Linkbuilding macht.

Warum Daten aber nicht alleinig über den Erfolg entscheiden und welche nicht messbaren Effekte ebenso gewinn­bringend sind, kannst du in unserem Blogbeitrag „Warum sind Kennzahlen alleine für Online-Marketing nicht genug?“ nachlesen.

In unserer Leistungs­be­schreibung Online-Marketing erfährst du, wie wir dich als Kommu­ni­ka­ti­ons­agentur unter­stützen können und wie wir in der Zusam­men­arbeit mit unseren Kund:innen vorgehen.

Schritt 2: Klopf, Klopf! Zufriedene Kunden sind die beste Referenz.

Nun beginnt der tatsäch­liche Linkaufbau. Allgemein kann eine Verlinkung mit einer Art Empfehlung gleich­ge­setzt werden. Schließlich möchte der Seiten­be­treiber anhand der Link-Platzierung seine Leser darauf aufmerksam machen, dass es noch weitere inter­es­sante Inhalte für ihn gibt. Auch Links von Kunden, Partnern, Verbänden oder Zerti­fi­zie­rungs­or­ganen sind gewinn­bringend. Man könnte hier also durchaus einmal „anklopfen“ und anfragen, ob eine Verlinkung im Fließtext (beste Variante) oder via Einbindung des Firmen­logos (Priorität 2) möglich ist. Zudem gelten Hinweise eigener Veröf­fent­li­chungen, Fallstudien, Vorträge oder Teilnahmen sowie Messe­auf­tritte als sehr relevant. Diese Verweise wertet Google als Referenz für die Vertrau­ens­wür­digkeit und Qualität deiner Inhalte. Backlinks sollten also auf „natür­liche“ Weise entstehen, wofür man durchaus bereits bestehende Inhalte sinnvoll nutzen und sich an den Aktionen des eigenen Unter­nehmens orien­tieren kann.

Schritt 3: Sag’s weiter und positioniere dich als Experte!

Auch der Blick über den eigenen Tellerrand eröffnet oftmals neue Möglich­keiten, um die Linkpo­pu­la­rität, also die Anzahl sowie Qualität der externen Links, zu verbessern und sich gleich­zeitig intel­ligent zu vernetzen. Eine Recherche kann hier hilfreich sein: Welche fachr­e­le­vanten Online-Plattformen, Magazine oder Blogs gibt es? Bestehen thema­tische Schnitt­punkte? Sprecht euch dabei am besten mit Projekt­ver­ant­wort­lichen oder Abtei­lungs­leitern ab, denn man selbst ist mögli­cher­weise nicht in allen Prozessen invol­viert und hat stets aktuelle Markt-Entwicklungen, Heraus­for­de­rungen, Wettbe­werber oder Trends im Blick. Zudem kann eine Beziehung zu anderen Profis aus der Branche förderlich sein, um euch den Einstieg zu erleichtern, eigene Inhalte zu platzieren und neue Anknüp­fungs­punkte zu erkennen. Gastbei­träge sind eine beliebte Methode, um sich als Experte zu positio­nieren und Verlin­kungen zu erhalten. Weist die thema­tisch verwandte Seite eine etablierte Online­präsenz und quali­tativ hochwertige Inhalte auf, so ist der Mehrwert eines Links für das eigene Suchmaschinen-Ranking größer, als wenn er von einer unbekannten und quali­tativ schlech­teren Seite kommt.

Zusam­men­ge­fasst ist Linkbuilding eine ideale, wirkungs­volle Maßnahme zur Steigerung der eigenen Sicht­barkeit in Suchma­schinen. Zudem schafft sie klug Verknüp­fungen zwischen deinem eigenen sowie dem redak­tio­nellen Inhalt von externen Websites. Der Radius, um bei möglichst vielen Suchan­fragen gefunden zu werden, kann so erweitert werden. Sicher ist auf jeden Fall: Eine gezielte Links­tra­tegie, die über „natür­liche“ Maßnahmen Backlinks generiert, zahlt sich in jeder Hinsicht für das Unter­nehmen aus. Man sollte sich aber vor Augen führen, dass die Aktua­lität und Konti­nuität gerade in der digitalen Welt essen­zielle Faktoren sind. Denn Linkbuilding ist, neben zahlreichen anderen Online-Maßnahmen, als langfris­tiger Prozess anzusehen, der stetig durch­ge­führt und profes­sionell beobachtet werden sollte. Erfolge lassen sich anhand ausge­wählter KPIs untersuchen.

Stefanie Dern

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