Die HANNOVER MESSE ist die inter­na­tional bedeu­tendste Indus­trie­messe und findet dieses Jahr vom 24. bis 28. April statt. Timo und Carina sind vor Ort mit dabei und für die Organi­sation des Gründer­be­reichs und des dortigen Forums zuständig. Auf der „Young Tech Enter­prises“ stellen sich unter anderem Jungun­ter­nehmer und Start-ups vor und präsen­tieren ihre Innova­tionen. In seinem Web-Tagebuch gibt euch Timo die ganze Woche über täglich einen Einblick in das inter­es­sante Geschehen auf der HANNOVER MESSE 2017. Seine Einträge findet ihr in diesem Blogbeitrag.

Wer wissen will, wie die richtige Last-minute Messe-Vorbereitung aussieht oder warum der neue Gründer­be­reich „Young Tech Enter­prises“ einen Markt­platz innova­tiver Ideen auf der HANNOVER MESSE darstellt, sollte auf den jewei­ligen Beiträgen vorbeischauen.

Montag, 24. April – 1. Messetag: Opening und Podiumsdiskussion

Moin Moin von der Messe! Nachdem wir am Samstag bei Hagel und Wind in Hannover angekommen sind, fand heute die Eröffnung statt. Mit dem ersten Kaffee haben wir uns kurz noch durch die Bodyguards der polni­schen Premier­mi­nis­terin zu unserem Stand geschmuggelt – dann wurde eröffnet. Die heutigen Highlights: Die Podiums­dis­kussion über kapital­in­tensive Industrie-Start-ups und Keynotes wie „Cut through the noise: Wie gewinne ich die Aufmerk­samkeit der Medien“ von Gründerszene-Redakteurin Anne-Kathrin Schade gaben wertvolle Insights in den Gründer­alltag und dessen Heraus­for­de­rungen. Unsere Learnings: Funkstrecken sind wichtig, das nieder­län­dische Königshaus mag Start-ups und Pirogge schmecken besser als Piroschka.

Dienstag, 25. April – 2. Messetag: Pitch! Pitch! Pitch!

Goedendag! Hoe gaat het? Gestern haben wir Tradi­tionen gebrochen und uns brav nach dem zweiten Bier von der Messe­party in Halle 2 verab­schiedet. Frisch und munter ging es deshalb heute wieder auf die Fläche. Der heutige Tag auf dem Gründer-Forum stand ganz im Zeichen des Pitches: EY präsen­tierte ausge­wählte Gründer und Gründe­rinnen aus ihrem Portfolio, auch beim Bundes­verband deutsche Startups (BVDS) wurde fleißig gepitcht – und dann kam Holland: Viel Blitz­licht­ge­witter und der hektische Aufbau eines Boxrings kündigten Großes an. Der nieder­län­dische Wirtschafts­mi­nister Henk Kamp und Sabine Hepperle vom BMWi begrüßten das Publikum. Mit Rocky-Theme und Trommel­wirbel sprangen die nieder­län­di­schen Gründe­rinnen und Gründer in den Ring – und brachten ihren USP in nur wenigen Sekunden auf die Matte äh… Bühne. Danach hatte ich endlich ein bisschen Zeit für eine kleine Tour durch die anderen Hallen. Was ich dort fand? Bionische Tentakeln und GPS-Ballons von FESTO, einen Roboter-Lichtschwertkampf bei HIWIN und Hannovers vielleicht beste Curry­wurst. Dag! Slaapwel!

Mittwoch, 26. April – 3. Messetag: Block­chain der Haustür und Exit aus dem Aquarium

Nachdem wir am Diens­tag­abend nicht in unsere Ferien­wohnung kamen (rostiges Türschloss) und ein Fisch aus dem Aquarium dran glauben musste (andere hungrige Fische), waren wir überrascht, wie gut der Mittwoch startete. Funk‑, Ton- und Techni­ker­strecken liefen flott und zuver­lässig. Nach einem Einblick in die gründungs­ver­rückte israe­lische Startup-Szene von Grove-Ventures („we have no resources in Israel but our brains“), weihte uns Chris­tiane Kilian von ThEx in die Kunst des „Perfect Pitch“ ein. Später bekamen die Teilnehmer der Guided Tours von uns einen Einblick in die ausstel­lenden Startups – zur Enttäu­schung mancher Besucher hatten wir keine Autos ausge­stellt… Aber Solar-Dachziegeln, Elektro-Motorräder und eine Straßen­la­terne, die mit WLAN, Werbe­tafeln und Gesichts­er­kennung ausge­stattet ist, zogen die Besucher auch in ihren Bann. Und die Minigolfbahn beim KIT ist auch nicht schlecht.

Erkenntnis des Tages: Inves­toren inter­es­sieren sich dafür, wie Startups mit Konflikten umgehen. Konkretes Fallbei­spiel vor Ort: Wie trage ich Revier­kämpfe auf meinem Messe­stand aus?

Donnerstag, 27. April – 4. Messetag: Get shit done

Tag sechs in Hannover, Tag fünf auf der Hannover Messe. Die letzten Energie­re­serven müssen jetzt angezapft werden. Aber im Gegensatz zu den Buchstaben des chine­si­schen Messe­stands, lassen wir uns nicht hängen. Nach ein paar Energiebier am gestrigen Abend sollte das ja kein Problem sein. Wieder Forum, wieder Guided Tours, wieder Pitches. Nachdem wir gestern einen kleinen Einblick in die Guided Tours gegeben haben, folgt nun das Forum. Forum bedeutet: dreizehn Slots pro Tag, fünfzehn Quadrat­meter Bühne und zahlreiche Startups, die es zu begleiten, einzu­weisen und anzukün­digen gilt. Während­dessen müssen inter­es­sante Aspekte aufge­schrieben und am Ende Fragen des manchmal zurück­hal­tenden Publikums gestellt werden. Da ist viel Durch­hal­te­ver­mögen gefragt – ganz nach dem Motto „Get shit done“ (Vielleicht war das doch keine Energiebier?!).

Freitag, 28. April – 5. Messetag: Von Endgegnern und hasta el proximo año!​

Was sich Inves­toren und Venture Capital-Gesellschaften bei der Suche nach dem „Unicorn“ so denken, davon berichtete Steffen Funck von statkraft­ven­tures in seinem Vortrag auf dem Forum („Wie etablierte Unter­nehmen erfolg­reich in Start-Ups inves­tieren können und wie sie es vermasseln können“). Nach dem inhalt­lichen Input kündigte der Aufbau von zwei Dolmetscher-Kabinen die Abschluss-Pressekonferenz an. Vertreter des Vorstands der Deutschen Messe AG, des Gastlands Polen und des Ausstellers FESTO zogen positive Bilanz – trotz wieder aufkei­mender Funkstrecken-Probleme der Mikrofone. Auch wir waren positiv gestimmt und das lag nicht zuletzt an der Präsen­tation des Partner­landes 2018 Tequila!.…äh Mexico. Dann ging es heim. Ein letztes Learning hatte die Stadt unseres Herzens aller­dings noch zu bieten: Hannover ist eine Stadt, die ihre Gastfreund­schaft in sehr spezi­eller Art und Weise zeigt, etwa durch das Verhindern von abrei­senden Besuchern. Ein spontaner Traffo-Brand versperrte den Weg zum Bahnhof und zwang uns den Weg zum Gleis über ein Feld aus Kies und Gestrüpp zu nehmen.

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